Einwohnermeldeämter, Einwohnermeldeamt

Jeder Mensch, der in eine deutsche Stadt zieht, muss sich beim Einwohnermeldeamt als Bürger dieser Stadt oder Gemeinde registrieren lassen, indem er seine persönlichen Daten beim Einwohnermeldeamt angibt. Tut er das nicht, verstößt er gegen die Meldepflicht. Einwohnermeldeämter sind kommunale Behörden, die sich hauptsächlich mit dem Meldewesen befassen. In diesem Zusammenhang fallen jedoch auch zahlreiche Dinge wie das Ab- und Ummelden von Personen, Namensänderungen, Wehrerfassung, Passangelegenheiten und Bevölkerungsstatistiken in den Zuständigkeitsbereich der Ämter. Außerdem stellen sie Personal- und Kinderausweise, Lohnsteuerkarten sowie Totenscheine aus. Die Zuständigkeitsbereiche unterscheiden sich jedoch in den einzelnen Bundesländern. In Deutschland gibt es insgesamt über 5.000 Einwohnermeldeämter.

Das Melderechtsrahmengesetz

Grundlagen für das Meldewesen sind das Melderechtsrahmengesetz sowie das Landesmeldegesetz. Aufgabe des Meldewesens ist es, die in den Städten und Gemeinden wohnenden Bürger zu erfassen, um deren Identität und Adresse feststellen und nachweisen zu können. Diese Daten werden in so genannten Melderegistern gespeichert und von den Meldeämtern an Behörden und sonstige öffentliche Stellen übermittelt.

Auch Privatpersonen oder nicht öffentliche Stellen können eine Adressauskunft aus dem Melderegister erhalten, wenn sie beispielsweise die neue Adresse von einem alten Schulfreund für ein Klassentreffen brauchen. Ein anderer Fall für die Notwendigkeit einer Einwohnermeldeamtsauskunft kann die Suche von vermissten Personen oder Schuldnern sein.

So funktioniert die Anfrage beim Einwohnermeldeamt

Einfache Melderegisterauskünfte, wie Vor- und Familienname, Doktorgrad und Anschrift einzelner Einwohner dürfen die Meldebehörden jedem erteilen, der eine schriftliche Anfrage stellt. Auskünfte über frühere Wohnanschriften, Familienstand, Geburtstag und Geburtsort sowie die Staatsangehörigkeit dürfen die Behörden nur erteilen, wenn ein berechtigtes Interesse (ein Klassentreffen zählt nicht dazu) glaubhaft gemacht werden kann. Die betroffenen Personen werden jedoch bei diesen so genannten erweiterten Melderegisterauskünften unverzüglich informiert und erhalten auch den Namen des Anfragenden.

Für die Auskünfte aus dem Melderegister berechnen die Behörden unterschiedliche Gebühren von 3,50 bis zu 16,00 Euro, Tendenz steigend. Außerdem verlangen die Meldeämter verschiedene Anfrageformen. Bevor man also eine Suche nach einer vermissten oder aus den Augen verlorenen Person starten kann, muss man sich zunächst darüber informieren, welche Anforderungen die einzelnen Meldebehörden für eine Melderegisterauskunft stellen.

In Berlin beispielsweise gibt das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Auskünfte aus dem Melderegister. Dafür muss ein Antrag persönlich, schriftlich, per Fax oder E-Mail gestellt werden. Die gesuchte Person muss dabei eindeutig bestimmt sein, das heißt es müssen mindestens drei Suchkriterien wie Vorname, Familienname und Geburtsdatum oder die letzte Anschrift angeben werden. Bevor die Anfrage bearbeitet wird, muss eine Bearbeitungsgebühr entrichtet werden, die sich nach der Art der Auskunft richtet. Eine einfache Auskunft aus dem Berliner Melderegister kostet 5 Euro. Wenn die gesuchte Person länger als fünf Jahre verzogen oder bereits verstorben ist, kann auch aus den archivierten Datenbeständen Auskunft erteilt werden. Diese Archivauskunft kostet 28 Euro.

An das Einwohnermeldeamt in Köln muss ein formloser Antrag mit mindestens vier Suchkriterien gestellt werden, um eine Adressauskunft zu erhalten. Wer eine Auskunft aus dem Münchener Melderegister erhalten möchte, kann beim Einwohnermeldeamt München online, per Fax oder Post einen Antrag stellen. Diesem Antrag muss die Auskunftsgebühr in Form eines Verrechnungsschecks oder Überweisungsbelegs beigefügt werden, damit die Anfrage bearbeitet wird. Für Auskünfte aus dem Datenbestand I (nach dem 20.09.1975 gemeldete Personen) werden 10 (einfache Auskunft) beziehungsweise 12 Euro (erweiterte Auskunft) erhoben. Informationen aus dem Datenbestand II (vor dem 20.09.1975 gemeldete Personen), die nur nach näher begründeten Auskunftsersuchen erteilt werden, kosten 15 Euro.

Das Einwohnermeldeamt in Cottbus gibt nur dann einfache Melderegisterauskünfte, wenn sich die anfragende Person durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass legitimiert sowie ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht.

Adressauskünfte über Personen, die in Großstädten wie Berlin, Köln, Hamburg und München wohnen, sind aber noch vergleichsweise günstig. Vor allem kleinere Städte und Gemeinden verlangen deutlich höhere Bearbeitungsgebühren. Die Gemeinde Jagstzell in Baden-Württemberg beispielsweise verlangt für eine Melderegisterauskunft 16,25 Euro. Für Auskünfte über Adressen in Mannheim muss man immerhin noch 10 Euro zahlen. In Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Gebühren für Auskünfte über gesuchte Personen mit 8 beziehungsweise 7 Euro einheitlich festgelegt.

Die Bearbeitung der Anträge dauert bei den Einwohnermeldeämtern einige Tage bis hin zu Wochen, es gibt sogar Einwohnermeldeämter, bei denen die Bearbeitung eines schriftlichen Antrags bis zu zwölf Wochen dauern kann, da vielfach bereits auf elektronische Anfragen umgestellt wurde. Außerdem übernehmen die Meldestellen keine Gewähr für ihre Angaben. Wenn also aus verschiedenen Gründen die Melderegisterauskunft nicht erteilt werden kann, beziehungsweise mit der tatsächlichen Auskunft nicht übereinstimmt, oder wenn die gesuchte Person mit der von der Meldebehörde genannten Person nicht identisch ist, bekommt der Anfragende seine Gebühr nicht zurück. Berechnet wird jede Anfrage, auch wenn keine Auskunft erteilt werden kann.

Professionelle Adressrecherche

Wer sich nicht auf eigene Faust auf die komplizierte, zeit- und kostenaufwändige sowie in vielen Fällen erfolglose Suche machen möchte, kann sich auch an Adress Research, eine Marke der Deutschen Post Adress GmbH & Co. KG, wenden. Gezielt fördert Adress Research die Kommunikation von Unternehmen zu deren Kunden und unterstützt sie mit ausgewählten Instrumenten in ihrer Kundenbindungsstrategie.

Das Unternehmen fungiert als Schnittstelle zu den über 5.000 Einwohnermeldeämtern und bietet eine automatisierte und damit kostengünstige Recherche. Außerdem hat es im Bereich der elektronischen Anfrage ein Know-how entwickelt, mit dem es eine besonders hohe Trefferquote erzielt.

Adress Research verfügt über verschiedene Datenquellen, in denen es schnell und effizient nach den Adressen suchen kann. Zu diesen Datenquellen gehören zum Beispiel POSTADRESS MOVE (die Umzugsdatenbank) und POSTADRESS CLEAN (die Verstorbenendatei) der Deutschen Post Adress. Wenn nach der Vorrecherche in den verschiedenen Datenquellen kein aktuelles Ergebnis vorliegt, erfolgt eine Adressermittlung beim zuständigen Einwohnermeldeamt.

Auch Unternehmensadressen müssen dank Adress Research nicht mehr mühsam über die Gewerbeämter ermittelt werden. Mit Hilfe von unterschiedlichen Referenzdatenbanken, wie der Business-Datenbank von bedirect, werden Geschäftsadressen schnell und einfach aktualisiert. Darüber hinaus werden die Unternehmen mit Hilfe dieser Datenbanken auf ihre Wirtschaftsaktivität geprüft. So werden auch Firmen erkannt, die kein Gewerbe betreiben.

Bevor Adress Research mit der Recherche beginnt, überprüft es kostenlos die vom Anfragenden zur Anschriftenermittlung angegebenen Daten auf ihre Richtig- und Vollständigkeit, um ein korrektes Suchergebnis zu ermöglichen. Bei mehreren gleichen Anfragen werden Dubletten aussortiert, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Bevor die ermittelte Adresse herausgegeben wird, prüft die Deutsche Post Adress sie auf Zustellbarkeit, denn trotz aktuellem Meldeverhältnis kann die Person in über 10% der Fälle postalisch nicht erreichbar sein. Inklusive dieser Adressenprüfung kostet eine Privat- oder Firmenadresse nur 8 Euro. Dieser Preis ist trotz permanent steigender Gebühren bei den Einwohnermelde- und Gewerbeämtern seit Jahren stabil geblieben.

Für einen Preis von 4,70 Euro im Erfolgsfall ermittelt Adress Research eine unbekannte Adresse telefonisch bei der gesuchten Person. Bei einem negativen Ergebnis entsteht lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 25 Cent.

Apropos Anschrift: Wer stressfrei umziehen und dabei nicht vergessen will, seine neue Anschrift rechtzeitig bekannt zu machen, der informiert sich auf umziehen.de über die Vorteile der Umzugsmitteilung.

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